Doro´s Blog

Hier erfahrt ihr, was mich gerade wirklich innerlich bewegt... Lange habe ich mir überlegt, diese intimen und innersten Gedanken mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Doch die Ressonanz zeigt mir, dass sich viele Menschen davon berührt fühlen, sich zum Teil selbst in meinen Worten erkennen.

 

 

 

Doro

 

Freitag, 29. Mai 2015

Das gute Mädchen-Syndrom

 

In den letzten beiden Wochen habe ich mich sehr mit dem Thema Weiblichkeit auseinander gesetzt.

Ich habe jede Menge Literatur dazu gelesen, mit vielen anderen darüber diskutiert und Frauen (einschließlich mich) beobachtet.

 

Und ich bin erschrocken!

 

In den vergangenen 50 Jahren haben mutige Frauen darum gekämpft, dass wir heute ein großes Maß an Gleichberechtigung in der Gesellschaft leben können. Sie haben mit den Konventionen gebrochen, haben die Gesetzgebung in Richtung Frauenrechte vorangetrieben.

In vielen Bereichen preschen wir Frauen auch heute noch wirklich vor.

Im Moment werden etwa 60% der akademischen Abschlüsse von Frauen gemacht.

Immer mehr Unternehmen werden sich darüber klar, dass sie nicht auf dieses gewaltige intellektuelle, weibliche Potential verzichten können. Wir werden in den nächsten Jahren sehen wohin diese Entwicklung führt.

 

Aber das soll hier nicht mein Thema sein. Ich sehe Frauen anders..

 

Ich erlebe Frauen häufig als Opfer!

 

Sie verhalten sich als wären sie das Opfer von Männern!

 

Viele Frauen erzählen mir ihren Kummer,

häufig geht es darin um die Beziehung oder „Nicht-Beziehung“ zu ihrem Partner.

Sie erzählen mir davon was er tut oder eben nicht tut und wie sie sich damit fühlen.

 

Er hört nicht zu----------> sie fühlt sich schlecht

Er hilft ihr nicht im Haushalt------------> sie ist sauer

Er hält Verabredungen nicht ein------------> sie heult sich bei ihren Freundinnen aus.

Er ist nicht zärtlich genug----------> sie kann es niemanden erzählen, ist deshalb aber oft traurig

Er öffnet sich ihr nicht emotional-----------> Sie hält ihn für gefühlskalt

usw.

 

Die Liste könnte ich noch sehr lange fortsetzen.

Eine lange Liste von bösen Männern, die uns guten Mädchen nicht gut tun.

Anscheinend sind wir den schlimmen Männern ausgeliefert,

die nur egoistisch ihr Leben leben und wir können nur reagieren.

Von dieser Situation sind nicht die armen grauen Mäuschen betroffen,

sondern auch Frauen, die draußen „Ihr Ding“ machen.

 

Darüber habe ich mir wirklich Gedanken gemacht.

Sind die Männer so schlimm?

Müssen wir ewig suchen, bis wir den richtigen finden?

 

Ich glaube es liegt nicht an den Männern. (zumindest nicht nur..)

Wir Frauen dürfen unser Verhalten überdenken.

 

Sobald wir in eine Beziehung einsteigen, werden wir zu Bittstellerinnen(die ihre Bitte meist gar nicht äußern, zumindest nicht ihrem Partner gegenüber). Wir betteln um Liebe, um Zeit, um Anerkennung.

 

Diese Bettelei haben wir zur völligen Perfektion vorangetrieben.

Wir sind subtil, manipulativ um ihm zu gefallen und ihn an uns zu binden. Wir spinnen ein Netz der Verführung.

Sobald die Beziehung beginnt, bringen wir sehr schnell in Erfahrung was unser Beziehungskandidat gerne mag.

Wir kennen seine Lieblingsessen, seine Lieblingsmusik.

So manche Frau, die am liebsten Schlager hört, sieht man mit ihrem neuen Liebsten auf Hardrock-Konzerten. Es werden keine Nudeln mehr gekocht, weil er nur Kartoffeln mag. Die Nägel werden rot lackiert, weil er einmal geäußert hat, dass er das sexy findet.

 

Um ihm zu gefallen tun wir alles.

 

UND

Wir verlieren uns selbst.

 

Das Fatalste daran ist aber auch, wir entfernen uns immer mehr von der Frau in die er sich verliebt hat.

Beim Flirten waren wir lustig und witzig.

Ihn hat unsere Unkonventionalität angezogen.

Wir haben im die coole selbstständige Frau gezeigt.

Er war fasziniert von dem wie wir sind, er wollte kein Abziehbild seiner selbst.

Er hat sich faszinieren lassen, von dem Anderen.

 

Aber nach dem ersten „Ich liebe dich“ werden wir zum guten Mädchen. Ihm zu Liebe tun wir alles.

 

Ganz sicher sitzen in unserem Hinterkopf noch viele Sätze die wir als junge Frauen gehört haben, wie eine gute Frau zu sein hat. Wir können es wieder einmal auf unsere Erziehung schieben, aber wir sind erwachsen, selbstbestimmt und haben eigene Träume.

Wir brauchen uns weder darauf zu stützen oder darauf berufen, was uns anerzogen wurde.

 

Die Männer, die wir lieben, sind bereit für starke Frauen, alle anderen würden wir gar nicht attraktiv finden.

 

Die Komplimente von Männern kriegen wir für das, was wir wirklich sind.

Es ist sexy, eine eigene Meinung zu haben. Es ist verführerisch, ein eigenes Leben zu führen.

Es ist für den Mann erleichternd, wenn wir auch Aktivitäten im Leben haben, für die er nicht zuständig ist.

 

Denn wir sind ja nicht so fürsorglich aus Eigennutz, sondern weil wir etwas von im wollen:

Er soll uns lieben, weil wir uns selbst nicht lieben.

Er soll unser von der Einsamkeit erlösen, weil wir nicht mit uns alleine sein können.

Er soll uns bestätigen, weil unser Selbstwertgefühl am Boden ist.

So steckt hinter jedem vermeintlichen Liebesdienst, häufig die Botschaft:

Schau wie lieb ich bin, dafür musst du mich doch lieben!

 

Wie wäre es, wenn wir endlich beginnen würden uns selbst zuerst zu lieben.

Uns zu akzeptieren in all dem wie wir sind.

Wie wäre es wenn wir unsere Partner nicht mehr brauchen weil wir uns selbst genügen?

 

Stellen wir uns einmal vor:

Eine selbstbewusste Frau, die mit sich gut alleine sein kann und es genießt ihr Leben selbst zu gestalten, trifft auf einen Mann, der genau das an ihr anziehend findet.

 

Beide leben eine Liebe, die viel Raum für einander lässt, in der Nähe nicht bedeutet, den anderen zu fesseln, sondern ihn zu leben ohne etwas zu fordern.

 

Wenn nicht Bedürftigkeit das Motiv unserer Beziehung ist, sondern wirkliche tiefe Liebe, die dem Mann und der Frau Raum lässt.

 

Ich gehe jede Wette ein, dass ein Mann, der eine „freie“ Frau liebt, ihr zu Füßen liegt. Er fühlt sich nicht überlastet, weil er ständig „überliebt“ wird und hinter dieser Überfürsorge die versteckten Wünsche fühlt, die er niemals erfüllen kann.

Er kann uns nicht glücklich machen, wenn wir es nicht aus uns heraus sind.

 

Es heißt hier nicht, dass wir immer gute Laune haben müssen. Nein, wir können in jeder Zeit authentisch uns mitteilen, ohne IHN für unsere Launen verantwortlich zu machen.

Er wird uns gerne stützen, wenn wir uns schwach fühlen,

wenn er nicht grundsätzlich der Motor sein muss, für das wie wir uns fühlen.

 

Oder wir wählen die sehr einfache Methode einen Mann sehr schnell loszuwerden, wir machen ihn dafür verantwortlich wie wir uns fühlen. Kein Mann will uns unglücklich machen, er wird sich sehr schnell zurückziehen, weil er nicht die Ursache für unsere Traurigkeit sein möchte.

Es belastet ihn auf die Dauer, wenn wir fordernd und jammernd auf ihn warten.

 

Er braucht das Gefühl, dass wir ihm auf Augenhöhe begegnen, so kann er uns respektieren und achten und lieben....

 

In guten wie in schlechten Zeiten!

 

So möchte ich aufstehen, aufrecht gehen und meinem Partner auf Augenhöhe begegnen.

Hmmm, vielleicht wird es mal wieder Zeit mehr für mich zu tun, weniger mein Handy zu beobachten ob er nicht geschrieben hat.

Ein guter Plan für heute, oder?

Dazu scheint auch noch die Sonne...

 

Ich wünsche euch einen schönen Tag, mit vielen erfüllenden Momenten mit euch selbst.

 

 

 

Aktuelles

Am 02. Mai 2018

um 19 Uhr findet unser nächster AccessBars(R)-Austausch statt.

 

Die Transformationsmeditation gibt es am 24. Mai 2018 um 10 Uhr.

 

Ein MATRIX-2-POINT Erlebnisabend findet am 18.Mai 2018 um 18 Uhr mit anschließendem Workshop statt.

 

Liebe Herzensgrüße

Doro und Silvia

 

Monats- Special:

Gutscheine 10% ermäßigt.

gültig bis 31. Mai 2018