Dienstag, 24.September 2013

Overload

Eine meiner größten Gaben ist es mich in meine Mitmenschen einzufühlen. Ich kann meist sehr schnell wahrnehmen, was im anderen vorgeht und was in bedrückt.

Daraus resultiert auch meine neuere Berufsausrichtung und Ausbildung.

Ich habe gerne ein offenes Ohr und bin sehr gerne für meine Freunde da.
In intensiven Gesprächen fahre ich meine Sensoren aus und fühle mich ganz in mein Gegenüber ein. Ich kann oft ohne Worte hören, was der andere denkt, was er fühlt und oft versteh ich ihn bevor er sich selbst versteht.

Das ist eine wunderbare Gabe und ich will sie auch immer mehr so nutzen, dass ich wirklich eine Hilfe und ein Geschenk für andere sein kann.

Aber….manchmal verliere ich mich darin. Ich verliere mich in den Problemen und Anliegen anderer, mache seinen Kummer zu meinem und mache mir auch über das Gespräch hinaus Gedanken und Überlegungen über seine Situation. Umso näher mir der Mensch ist umso mehr besteht die Gefahr, dass ich mich da emotional sehr engagiere.

Das ging mir in den vergangenen Tagen so.

Plötzlich stand ich dann gestern da und bemerkte, ich habe mich und meine Bedürfnisse völlig verloren.
Eine sehr liebe Bekannte hat es gestern für sich so formuliert „der Arbeitsspeicher ist voll!“. Genauso fühlte es sich für mich an, als wären meine innerlichen Speicherkapazitäten überladen mit Dingen und Gedanken, die gar nicht meine sind. Es geht dann tatsächlich so weit, dass ich Gefühle fühle, die gar nicht von mir stammen…und dann stand ich mit meinem Mitgefühl da und meiner Sorge, während das Problem für den anderen schon gar nicht mehr relevant war.

Fast musste ich lachen, denn in diese Falle tappe ich ja nicht zum ersten Mal.
Da hieß es wieder mal, Rückzug, Yoga, Stille!

Es ist schön mitfühlend zu sein. Es ist schön für andere da sein zu können und auch wirklich das Gefühl zu haben, eine Hilfe für den anderen zu sein.

Aber am Schönsten ist es, dabei immer ganz bei mir zu bleiben. Mir immer wieder klar zu machen, dass all das Traurige, das im anderen passiert nichts mit mir zu tun hat, dass es meinem Freund auch gar nichts nutzt, wenn ich mit ihm traurig oder bedrückt oder besorgt bin.

Nur dann, wenn ich an meiner innersten Kraftquelle bleibe, wenn ich auch eine gewisse innere Distanz bewahre, dann kann ich eine gute Freundin, Zuhörerin und Ratgeberin sein.
Dazu gehört auch, manchmal zu sagen, dass ich dieses Problem nicht hören will oder kann, dazu gehört tatsächlich auch das Wort NEIN!
Nicht aus einer Unfreundlichkeit heraus, sondern aus dem heraus, mich selbst zu schützen und mich als wirklich wichtigstes in meinem Leben zu respektieren.
Aus dieser Position heraus kann ich kraftvoll handeln und präsent sein.

Und wenn das nicht ganz so einfach geht, hilft mir immer Yoga…danach ist in mir nur Stille und Friede.

… nach einer wunderbaren Yogapraxis (danke Michaela) gestern Abend und dem intensiven Nutzen meines Meditationskissens ( das wirklich langsam total platt ist)…ist das jetzt ein Neustart….

Euch wünsche ich, dass ihr heute ganz bei Euch bleiben könnt.

Doro

der Text ist Sonnenstern gewidmet…danke für die Inspiration!


Aktuelles

Am 02. Mai 2018

um 19 Uhr findet unser nächster AccessBars(R)-Austausch statt.

 

Die Transformationsmeditation gibt es am 24. Mai 2018 um 10 Uhr.

 

Ein MATRIX-2-POINT Erlebnisabend findet am 18.Mai 2018 um 18 Uhr mit anschließendem Workshop statt.

 

Liebe Herzensgrüße

Doro und Silvia

 

Monats- Special:

Gutscheine 10% ermäßigt.

gültig bis 31. Mai 2018